Regionalklassen Autoversicherung – regionale Unterschiede im Preis

Regionalklassen Autoversicherung – die Berechnungsgrundlage

Grundsätzlich gilt: Wer in Ballungszentren lebt, beispielsweise in Berlin oder in München, zahlt tendenziell mehr, als Fahrzeughalter, die in ländlichen Regionen leben. Zumindest dann, wenn man die Regionalklasse als Berechnungsgrundlage wählt. Diese stellt aber nur eine der drei Klassen dar. Denn neben der Regionalklasse entscheiden auch die Schadenfreiheitsklasse und die Typklasse über die Höhe des Versicherungsbeitrags. Hinzu kommen zahlreiche individuelle Attribute wie Fahrerkreis, Beruf, Wohnsituation, etc. Die Regionalklassen spielen bei der Autoversicherung also nur eine mäßige Rolle, wenn es um den Beitrag geht. Dabei gilt: Je höher die Klasse ist, desto teurer wird es. Interessant ist, dass auch ländliche Regionen in Bayern vergleichsweise teuer abschneiden. Im Nordosten der Republik sieht es hingegen deutlich anders aus – zumindest was die Haftpflicht angeht. Denn es spielt eine gewichtige Rolle für die Regionalklassen, ob Sie eine Autoversicherung mit Kasko- oder Basisschutz wählen.

Regionalklassen bei der Autoversicherung mit Teilkasko

Während der Osten Deutschlands bei der Haftpflichtversicherung in Sachen Regionalklassen am billigsten abschneidet, sieht dies beim Blick auf die Teilkaskoversicherung schon anders aus. In diesem Fall sind nämlich mitteldeutsche Regionen tendenziell günstiger. Dies hat einen einfachen Grund: Die Teilkaskoversicherung sichert Sie auch gegen Diebstähle, Vandalismus, Marderschäden, Unwetterschäden und Wildunfälle ab. Da es in zahlreichen Regionen, zumeist im Westen, Osten und Süden der Republik oftmals zu Hochwasser kommt, schneiden mitteldeutsche Regionen bei der Teilkasko-Einstufung für die Regionalklassen oft besser ab. Auch bei der Teilkasko ist die südliche Region Bayerns mit am teuersten. Dabei schneidet die Bundeshauptstadt Sachen Teilkasko-Regionalklasse eher teuer ab.

Regionalklassen Autoversicherung: Bei der Vollkasko ändert sich das Bild

Während sich die Einstufung in die Regionalklassen im Osten Deutschlands bei der Teilkasko und Haftpflicht eher moderat verhält, steigt die Einstufung dieser Regionen bei der Vollkaskoversicherung drastisch an. Statt im unteren Viertel der Skala, erreichen Regionen in neuen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommer, Sachsen, Thüringen und Brandenburg Spitzenwerte bei der Vollkaskopolice. Auch dies hat einen Grund: Die Vollkasko sichert Neuwagen eine gewisse Zeit lang zum Neuwert ab. Wird ein Fahrzeug entwendet, hat der Fahrzeughalter also einige Monate lang Anspruch auf den Neuwagenpreis. Dieser Anspruch lässt sich sogar verlängern. Ist dieser Anspruch verjährt, zahlt die Versicherung immerhin noch den Zeitwert. Im Osten Deutschlands ist das Risiko für Versicherer besonders groß, wenn es um Diebstähle und Vandalismus von neuwertigen Fahrzeugen geht. Ähnliches wird beim Blick in den Westen der Republik deutlich. Grenzgebiete zum Ausland werden vor allem bei der Vollkaskoversicherung als deutlich risikoreicher eingestuft. Während Bayern etwa bei der Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung eher teuer abschneidet, sind die Regionalklassen in Sachen Autoversicherung bei der Vollkasko eher moderat.

 

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